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Gemeindeseminar vom 26./27. September 2000
Copyright-Hinweis: Einzelne Passagen in dieser Ausarbeitung wurden mit freundlicher Genehmigung dem Lehrmaterial der ARCHE in Augsburg entnommen.
persönliche Aussagen:
1. Korinther 3,16+17:
Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt ? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig und der seid ihr.
Aussagen zur Gemeinde:
Epheser 2,21:
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.
2. Korinther 6,16:
In welchem Zusammenhang steht der Tempel Gottes mit den Götzenbildern ? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott ge-sagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab", spricht der Herr; "und rührt Unreines nicht an und ich werde euch annehmen und werde euer Vater sein und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein", spricht der Herr, der Allmächtige.
Was war der Tempel?
Der Tempel Gottes ist schon im Alten Testament eine Stätte der Begegnung mit dem lebendigen Gott. Bereits während das Volk Israel durch die Wüste wanderte und auch noch in der ersten Zeit im verheißenen Land, gab es das Zelt, zu dem man gehen konnte. Unter Salomo steht dann der erste Tempel, der zu einer Stätte der Offenbarung und der Begegnung mit Gott wird.
Besonders eindrücklich können wir eine Beschreibung in 1. Könige 8 lesen, wo die Einweihung des Tempels beschrieben wird und eine Verheißung auf den Dienst, die Rolle und Funktion des Tempels, gelegt wird. Der Tempel erlebte dann verschiedene Zerstörungen und auch Wiederaufbau.
Zur Zeit Jesu war es der Tempel des Herodes des Großen, der wieder aufgebaut worden war. Er war ein Zentrum des religiösen Lebens. Es war eine Gewohnheit der ersten Gemeinde und der Christen, in den Tempel zu gehen (siehe Apostelge-schichte 2,46; 3,1; 21,26.28 und 30) Der Tempel war eine Stätte der Offenbarung und der Anbetung Gottes.
Was hat die NT-Gemeinde damit zu tun?
So soll auch die neutestamentliche Gemeinde für uns ein Tempel sein. Nicht das Gebäude, sondern die Menschen. Die Bibel spricht auch davon, daß wir selbst ein Tempel des Heiligen Geistes sind. Unser Leib soll abgeschieden sein für Gott, eine "Stätte" der Begegnung und Verherrlichung Gottes.
Gemeinde, nicht nur der Ort oder das Gebäude, sondern Gemeinde an sich - in jeder ihrer Ausdrucks-formen, soll ein Ort der Anbetung und des Lobpreises für Gott sein. Genauso, wie das alte Volk Israel dazu bereit war, im Tempel zu opfern, sollen auch wir dazu bereit sein, im Tempel Gott zu opfern. Das kann sich auf ganz verschiedene Bereiche beziehen.
Epheser 2,21: Der Bau wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn!
Da "die Gemeinde" nicht ein Gebäude ist, sondern ein Zusammenschluß von Menschen,beginnt der "Tempeldienst" (= Anbetung) beim Einzelnen!
Definition aus Lexikon zur Bibel:
(herausgegeben von F. Rienecker und G. Maier, © 1994 R. Brockhaus Verlag Wuppertal)
GATTUNGEN UND INHALT DES GEBETES
Als Inhalt nennt die Bibel Anbetung, Dank, Bitte und Fürbitte (Phil4,6; 1Tim2,1).
1) Das ganze AT ist voll der Anbetung Gottes. Nicht nur das Volk Israel wird ermahnt, Gott allein zu ehren und anzubeten (2Mo20,5; 5Mo4,19), auch die Heiden werden kommen und Gott anbetend ehren (Ps22,28; Jes45,22ff). Ebenso beten die Engel den Herrn an (Jes6,3) und lobsingen ihm (Lk2,14) mit dem ganzen himmlischen Heer (Neh9,6). Selbst der Sohn betet den Vater an (Mt11,25) als den, dem allein alle Ehre gebührt.
Die Anbetung Gottes zieht sich durch alle Briefe des Paulus, sei es in hymnenartiger Form oder als schlichter Dank (Röm11,36; Gal1,5; Eph3,21; 1Tim1,17; 2Tim4,18). Das vollkommene Lob und die größte Anbetung wird jedoch erst die vollendete Gemeinde dem Schöpfer darbringen (Offb5,9ff; 7,10ff; 11,16ff; 19,1).
2) Der Dank ist die Gebetsform, die Gottes Liebeserweise preist, während die Anbetung seine Herrlichkeit rühmt. Die ganze Bibel spricht vom Dank an Gott den Herrn (1Mo29,35; 5Mo32,6; 2Sam22,50; 1Chr29,11; 2Chr20,21; Ps9,2; 100,4; Mt14,19; Joh11,41; Röm1,8; Eph5,20 u.ö.). Paulus beginnt beinahe alle Briefe mit einem Dank (Röm1,8; 1Kor1,4; 2Kor2,14; Eph1,16; Phil1,3; u.ö.). Er ermahnt die Gemeinden, Gott reichlich zu danken (Eph5,4; 5,20; Kol4,2; u.ö.) und mit Danksagung zu wachen (Kol 4,2). Der Dank ist ein rechter Wegweiser (Ps50,23) des Christen.
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Galater 4,6 |
Abba, lieber Vater
die persönliche, intime Gottesbeziehung |
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1.Ko.6,19 |
Anbetung muß nicht in einem besonderen "Tempel" gemacht werden, wir sind der Tempel des lebendigen Gottes. Unser Leben soll Ausdruck von Anbetung sein |
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Kolosser 3, 16-17 |
Unsere Arbeit soll in anbetender Haltung (als Anbetung) getan werden. |
Aus den Seminarunterlagen der Christengemeinde Griesheim
(es handelt sich hier nicht um eine 1:1 Gegenüberstellung, sondern "nur" um zwei Auflistungen):
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Tipps für die persönliche Anbetung: |
Auswirkungen persönlicher Anbetung: | |
| * lies das Wort Gottes, am besten laut Anfechtungen | * Überwindung von Mißmut, Depressionen | |
| * singe dem Herrn Lieder (mit/ohne Instrument; mit Cassette/CD) | * Liebe zu Jesus inniger | |
| * sprich sein Wort aus, bekenne mit dem Munde (Römer 10,9-10) | * Bild Gottes strahlender | |
| * bekenne, mache das Wort Gottes zu deinem Bekenntnis | * ich fülle meinen "Tank" | |
| * bete laut in Zungen | * Nachfolge und Dienst macht mehr Spaß | |
| * singe laut in Zungen | * Siege in Kämpfen | |
| * tue es jeden Tag (Psalm 145,1+2) | ||
| * denke an die großen Taten Gottes (Psalm 147) | ||
| * singe Psalmen - zur Einprägung von Bibeltexten |
Anbetung heilt Beziehungen.
Bei gestörten Beziehungen in der Familie/Gemeinde können wir Gott nicht gemeinsam anbeten. Deswegen ist die Versöhnung eine wichtige Voraussetzung für Anbetung. Anbetung hat also einen heilenden Charakter in der Familie/Gemeinde.
Kinder lernen am Vorbild der Erwachsenen, wie man Gott anbetet.
Auch die Kinder können mit in die Anbetung hineingenommen werden. Glauben der Kinder wird gestärkt
gemeinsame Gotteserfahrungen stärken Beziehungen in Ehe und Familie und Gemeinde
Unsere Hauptbeschäftigung als Gemeinde im Himmel wird Anbetung sein !
| Offenbarung 5,6 | dem Lamm die Ehre geben |
| Römer 12,1-2 | Unser vernünftiger Gottesdienst: Leib hingeben |
Gemeinsame Anbetung |
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Anbetung im Hauskreis
Als Zelle der Gemeinde ist der Hauskreis ein gutes Übungsfeld. Hier können wir das, was wir in der Gemeinde praktizieren, in kleinem, überschaubarem Rahmen praktizieren. Hier kann man gemeinsame Anbetung "einüben". Der Hauskreis ist fast so etwas wie eine Lerngruppe, nicht nur in Bezug auf die Bibelinhalte.
Entwicklung eines Modells für Zeiten von Lobpreis und Anbetung
Jede Lobpreiszeit wird von ganz verschiedenen Schwerpunkten geprägt sein. So wird sie auch anders sein, als die vorherige gewesen ist. Trotzdem ist es gut, sich über ein grundlegendes Modell, das einem persönlich hilft, eine ge-wisse Struktur in die Lobpreiszeit hineinzubekommen, Gedanken zu machen. Sinn und Zweck eines Modells ist es nicht, sich sklavisch daran halten zu müssen, sondern sich an Hand des Modells Gedanken über weitergehende und vertiefende Strukturen zu machen.
Aus den Psalmen können wir verschiedene Strukturen von Lobpreis erkennen. Laßt uns Psalm 95, Verse 1-7 als Beispiel ansehen:
Aus diesem Psalm lassen sich modellhaft folgende Schritte ableiten.
Diese Schritte lassen modellhaft wiederspiegeln, wie wir uns im Lobpreis Gottes auf Gott zubewegen können. Am Anfang steht der Jubel, daraus entwickelt sich über Dank und Beschreibung der Größe Gottes ein stilles, demütiges sich Neigen vor Gott. Diese Verlaufsform ist für viele Anbetungszeiten sehr gut und angebracht. Wir sollten natürlich auch hier kein Schema entwickeln, sondern offen und flexibel sein für die Leitung des Heiligen Geistes, wie er es will. Trotzdem ist es gut sich anhand eines solchen Beispiels vor Augen zu führen, wie wir unsere Zeit der Anbetung gestalten können.
Anmerkung von Andreas Gläß (FCG Gießen):
Eine ähnliche Gebetshilfe stellt das Vater unser dar. Man kann es als ein Gebetsmuster nehmen und die einzelnen Aussagen als Überschriften für die einzelnen Bereiche Lobpreis/Dank/Fürbitte/Anbetung nehmen.
Ich habe von jemandem gehört, der es öfter so macht und nur selten bis ans Ende kommt, weil jeder Abschnitt einen gut Stück an Zeit nimmt und die Gebetszeiten dieser Person waren ohnehin nie kurz!