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GS-Gemeindeschulung

1. Gemeinde - Gottes Plan von Ewigkeit

Gemeindeseminar vom 29./30. August 2000

Markus 16,16
Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Glaube zur Errettung (Heil)
Apostelgeschichte 2,41+42
Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemein-schaft und im Brotbrechen und im Gebet. Taufe als hinzugetan werden zur Gemeinde das war von Anfang an klar (bevor überhaupt Gemeindestruktur bestand).

Das bedeutet, dass es nicht eine Frage meiner eigenen Entscheidung, ob ich zu einer Gemeinde gehören will als Christ oder nicht, sondern das ist mir von Gott von vornherein vorgegeben. (siehe auch Hebräer 10,25).

Hier wird auch schon vorgegeben, was Gemeinde ausmacht:
1) Lehre
2) Gemeinschaft
3) Abendmahl
4) Gebet

Darin verharrten (= blieben beständig) die ersten Christen.

Gott hat jeden einzelnen Menschen schon vor der Schöpfung auserwählt (Epheser 1, 4 - 5).

Es bleibt noch die Entscheidung des Einzelnen diese Erwählung anzunehmen.

 

Epheser 3,4-11
Daran könnt ihr, wenn ihr's lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen. Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich daß die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben ist. Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluß ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde. Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn,

Heilsgeschichtlich gesehen hat Gott sich erst im Volk Israel geoffenbart. Ihnen predigte Jesus zuerst. Doch Gottes Plan war es, alle Menschen zu erreichen.

Epheser 3,5+6+11
5 Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist;
6 nämlich daß die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium,
11 Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn,

Das heißt, Gemeinde besteht aus allen Menschen, egal ob Juden oder Nationen, die an Jesus als Erlöser glauben. Durch diesen Glauben und ihre Taufe sind sie Mitglieder der Gemeinde geworden.

 

Matthäus 16,18
Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.

Auch Jesus spricht von Gemeinde, was bedeutet, dass es ihm nicht nur darum geht, dem Einzelnen durch seinen Tod die Möglichkeit zur Errettung zu geben, sondern er sieht auch hier schon weiter, nämlich die Zusammenfassung der einzelnen Erlösten zur (siegreichen) Gemeinde.

1. Schritt: Der Mensch (= Petrus) erkennt, wer Jesus ist. (= Glaube zur Errettung)
2. Schritt: Die Gemeinde (= nicht alleine sein)

Das an dieser Stelle verwendete Wort lautet: ekklesia (ekklesia) und bedeutet: "Versammlung"

Zur Zeit des Neuen Testamentes verstand man unter "ekklesia" in Griechenland die durch einen Herold herausgerufenen Bürger einer Stadt ("polis").
Der "ekklesia" oblag die Herrschaft über die Stadt. Sie entschied über Krieg und Frieden etc.

Wer in diese Versammlung berufen wurde, musste drei Voraussetzungen erfüllen:
1.) Freier sein (= keine Sklaven und Fremdlinge)
2.) unbescholten
3.) stimmberechtigt (= erwachsen)

Punkt 3 wurde dadurch sichtbar gemacht, dass der Vater seinen Sohn am Tag der Volljährigkeit (meist das 14.Lebensjahr) in einer für diesen Anlass genähten Tunika den anderen Bürgern, d.h. den Gliedern der Versammlung (=ekklesia") vorstellte und diese ihn als neues Glied aufnahmen und anerkannten.

 

Wie findet dieses Bild im geistlichen Bereich seine Entsprechung wieder?

1 a)  Herausgerufene
Epheser 2,11


Philipper 3,20  durch Jesus herausgerufen aus der Welt und zu freien Bürgern seines Reiches gemacht.
1 b)  Freier sein
Johannes 3,2-6
1.Petrus 1,23  frei wurden wir durch die Wiedergeburt
Johannes 1,12+13
2.Korinther 5,17
 
als Kinder Gottes sind wir eine neue Schöpfung
2)  Unbescholten
1.Johannes 1,9

ohne Sünde, weil Jesus uns immer wieder vergibt
3)  Stimmberechtigt 
1.Thessalonicher 5,21  "prüft alles"
1.Thessalonicher 5,14  Zurechtweisung
Matthäus 18,17  "ekklesia"

 

Die Zukunft der Gemeinde

Gottes Plan mit den Menschen wurde nicht dadurch gehindert, dass die Menschen Jesus ablehnten und töteten. Im Gegenteil !!!
Aber Gottes Plan erstreckt sich auch noch in unsere Zukunft.
Zur richtigen Zeit wird der Plan gottes zum Abschluss kommen, denn alle Pläne haben ein Ziel.

Die Bibel berichtet von einigen Dingen, die noch auf die Gemeinde zukommen:

Johannes 17,24  Gott erhört Gebet Jesu und Gemeinde wird bei Ihm sein in der Herrlichkeit.
1.Thessalonicher 4,16-17  Entrückung der Gemeinde
allerdings: Der Zeitpunkt ist uns unbekannt

 

Praktische Anwendung:

1) 

Wenn wir erkannt haben, wie wichtig Gott Gemeinde ist, was bedeutet dann: Hebräer 10,25?
Warum ist es für mich wichtig in die Versammlung zu gehen (Kontext!)

2) 

Epheser 3,10
Wie macht unsere Gemeinde die Weisheit Gottes bekannt?
Wo wird unsere Gemeinde nach außen sichtbar?
Was trägt Gott dazu bei? (Gottes Verantwortung - unsere Verantwortung)

 

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